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Klein Elmeloo

Objektbezeichnung:Gemälde
Sachgruppe:Malerei
Künstler:Hegewisch, Charlotte
Datierung:1879
Maße:H: 15,6 cm, B: 24,7 cm
Material:Pappe
Technik:Gouache
Stil:Romantik
Charlotte (Lotte) Hegewisch war keine ausgebildete Malerin. Die Kunst war für sie ein Hobby, dem sie in Form des Kunstsammelns und eigener privater Bildproduktion nachging. Sie kam 1822 als Tochter des Kieler Arztes und Universitätsprofessors Franz Hermann Hegewisch und der Aristokratin Karoline, geborene von Linstow zur Welt. Ihre Herkunft ermöglichte Lotte das Verkehren in Kreisen von Wissenschaftlern, Gelehrten, Politikern, aber auch Künstlern und Musikern. In dieser Gesellschaft konnte das junge Mädchen seinen außergewöhnlichen Wissensdurst stillen und eigene Fähigkeiten pflegen. Bereits im Alter von 14 Jahren bekam Lotte von ihrem Vater einen Malkasten und begann ihre Umgebung malerisch festzuhalten. Die Hegewischs besaßen ein freizeitliches Grundstück in Düsternbrook, das im 19. Jahrhundert ländlich außerhalb der Stadtmauern Kiels lag. Lotte liebte diesen Ort und entschloss sich im letzten Drittel ihres Lebens das dort stehende Sommerhaus winterfest umzubauen und sich auf "Klein Elmeloo", wie sie es liebevoll nannte, niederzulassen. Die kleine Gouache zeigt Lotte Hegewischs Haus und einen Teil des Gartens um 1879.
Es ist dieses Grundstück, welches die feinsinnige Dame der Universität vermachte mit der Auflage, binnen fünf Jahren nach ihrem Tod dort eine Kunsthalle zu errichten - die heutige Kunsthalle zu Kiel. (Marta Wrage M.A.)
Q.: Kunsthalle zu Kiel: Darf ich bitten? Zu Gast bei einer eigensinnigen Dame, in: Kat. Gute Gesellschaft. Lotte Hegewisch und das Mäzenatentum. Von Georg Friedrich Kersting bis Gerhard Richter, Kiel 2012, S.21-31.

Inventarnummer: 1928-V 250

Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel


Ikonographie:     
Landhaus, Villa, Cottage