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Karl Pawlowitsch Brjullow: Mädchen am Brunnen |
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| Künstler: Karl Pawlowitsch Brjullow  | Titel: Mädchen am Brunnen | Objektbezeichnung: Gemälde | Datierung: 1824 | Sachsystematik: Malerei | Ikonographie: Brustbild | Material: Öl auf Leinwand | Stil: Klassizismus  | Klasse: () | Maße: H: 65 cm, B: 56 cm | Signatur: bezeichnet und datiert (u. r.: Roma 1824/C P de Brullov) | | Beschreibung: Das Bild "Mädchen am Brunnen" (1824) ist im zweiten Jahr des Romaufenthalts von Brjullow entstanden. Es weist nicht nur die Begabung des jungen Künstlers vor, sondern gibt auch eine gute Vorstellung von seiner Schulung in Petersburg, wo er offenbar im Stil des akademischen Klassizismus erzogen worden ist, wie er auch in Wien oder Paris gelehrt wurde. Brjullow scheint sich in Rom schnell eingelebt zu haben im Kreis der dänischen, deutschen und französischen Maler. Das Bild der jungen Römerin am Brunnen unterscheidet sich nicht im Thema von ähnlichen Werken aus dem italienischen "Volksleben", wie sie der Däne Christoffer Wilhelm Eckersberg (in Rom 1813-1816) oder der Deutsche Franz Catel (in Rom 1811-1856) gemalt haben. Ein motivisch verwandtes Bild von 1827, das ein italienisches Mädchen beim Traubenplücken zeigt, befindet sich im Staatlichen Russischen Museum in Leningrad. Diese beiden Gemälde legen den Schluß nahe, dass Brjullow diese Bilder in größerer Anzahl produziert hat als gut verkaufbare Kunst, die die durchreisenden Fremden, die Adligen auf ihren Kavalierstouren und bildungshungrige Gelehrte und Diplomaten als freundlich-erotische Andenken mit nach Hause nahmen, auch als Beispiel südlicher sinnlicher Freizügigkeit und idyllischer Harmonie.
Malerei des 19. Jahrhunderts aus Russland und Polen, Kunsthalle zu Kiel, 1986, S. 21. | Literaturhinweise:  | Inventarnummer: 902 |  |  |
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