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"Grablegung" aus der Mappe "Kompositionen"
Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch · im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Kaltnadelradierung
Datierung:
1921
Maße:
Gesamt: Höhe: 48,5 cm; Breite: 36,5 cm
Material:
Büttenpapier
Technik:
Radierung
Kaltnadel
Person:
Bereitstellende Institution:
Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch · im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Corinths Folge der „Kompositionen“ bildet, wie Horst Uhr feststellt, einen Höhepunkt in seiner Neugestaltung älterer Themen. Die zehn Radierungen der Folge beziehen sich auf frühere Werke, in denen Corinth eine eher pathetische, extrovertierte Figurendarstellung anstrebte, an deren Stelle nun eine psychisch verinnerlichte, atmosphärische Interpretation des Geschehens tritt.
Die Radierung greift Motive aus dem Gemälde „Die Grablegung“ von 1904 auf (Berendt-C. 272). Es war ein Geschenk von Corinth an das Rathaus von Tapiau gewesen, wo es beim Einfall der Russen im Ersten Weltkrieg total verbrannt ist. Die Gemäldekomposition mit Nikodemus und Joseph von Arimathäa, die den Leichnam in ein Leintuch betten, folgte der christlichen Bildüberlieferung des Themas. Zwei weitere Figuren in Corinths Gemälde stellten wohl Maria und Johannes dar. Die Radierung grenzt die Darstellung jedoch nur auf den Körper Christi ein. Zu seinen Füßen erscheint eine niederkauernde Gestalt. Wahrscheinlich ist hiermit, als Verknüpfung der Themen Grablegung und Beweinung, Maria gemeint, die Mutter, die um ihren Sohn trauert. Den emotionalen Gehalt des Themas vermittelt Corinth andeutend durch eine expressive Liniensprache und flackernde Hell-Dunkel-Kontraste.
Die Radierung greift Motive aus dem Gemälde „Die Grablegung“ von 1904 auf (Berendt-C. 272). Es war ein Geschenk von Corinth an das Rathaus von Tapiau gewesen, wo es beim Einfall der Russen im Ersten Weltkrieg total verbrannt ist. Die Gemäldekomposition mit Nikodemus und Joseph von Arimathäa, die den Leichnam in ein Leintuch betten, folgte der christlichen Bildüberlieferung des Themas. Zwei weitere Figuren in Corinths Gemälde stellten wohl Maria und Johannes dar. Die Radierung grenzt die Darstellung jedoch nur auf den Körper Christi ein. Zu seinen Füßen erscheint eine niederkauernde Gestalt. Wahrscheinlich ist hiermit, als Verknüpfung der Themen Grablegung und Beweinung, Maria gemeint, die Mutter, die um ihren Sohn trauert. Den emotionalen Gehalt des Themas vermittelt Corinth andeutend durch eine expressive Liniensprache und flackernde Hell-Dunkel-Kontraste.
Inventarnummer:
Bö-M56-2007
Signatur(en):
signiert
Schlagworte:
Grablegung Christi
In Portal übernommen am:
2025-11-14T12:28:32Z
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