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Ex-Elitesoldat Schwimmer (Serie Litauen)
Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
http://www.europeana.eu/rights/rr-r/
Objektbezeichnung:
Fotografie
Datierung:
2005 - 2005
Maße:
Rahmen: H: 93 cm, B: 72,5 cm
Passepartout (Ausschnitt): H: 65,5 cm, B: 44 cm
Passepartout (Ausschnitt): H: 65,5 cm, B: 44 cm
Material:
Papier
Technik:
Fotografie
Sachgruppe:
Bildwerke / Bildende Kunst
Person:
Rätzke, Thies
Herstellungsort:
Litauen
Bereitstellende Institution:
Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
Kleine Lichtstrahlen treffen auf die Oberfläche des Sees, aus dessen Tiefe jäh ein Wassergeist nach oben drängt. Gebannt sind wir von diesem, der ohne schaufelnde Arme mühelos durchs Wasser gleitet.
Die Szene besitzt Raffinesse: Ähnlich, wie der Wassergeist nach oben strebt, schwebt der Fotograf Thies Rätzke mit seiner Kamera zur Wasserfläche hinab. 2005 ist er nach Litauen gereist. Die Bilder, die dort entstehen, beinhalten erzählerische Wucht und eine zuweilen bittere Pointiertheit. Immer wieder geraten ihm wunderliche Situationen vor die Kamera. Wer nur ist dieses fremde Wasserwesen? Tatsächlich handelt es sich um einen ehemaligen Elitesoldaten. Dieser arbeitet jetzt als Schwimmlehrer und bietet seinen Schülern ein Spektakel, bei dem er mit gefesselten Armen und Beinen in den See springt.
Sich über Wasser halten, an die Grenzen gehen - was für den Schwimmer gilt, war für nicht wenige Litauer existentielles Grundgefühl in der vorausgegangenen Enge des Sowjetsozialismus. Als sie die Signale einer politischen Zeitenwende erkennen, fordern sie mutig ihre Freiheit ein. Mit der Auflösung der alten Blöcke entsteht ein Prozess der Entgrenzung, eine Neuordnung vom Sozialismus zur Demokratie, von der Plan- zur Marktwirtschaft. Wo weitgehende strukturelle Veränderungen stattfinden, gehen nicht alle als Gewinner hervor. Rätzke bewegt sich tief in das frisch von der EU aufgenommene Land und führt uns dieses als eines der Ambivalenz vor, zwischen Aufarbeitung und Aufbruch, zwischen Unsicherheits- und Freiheitsempfinden. Ob der großen Herausforderungen fühlen sich viele ins kalte Wasser geworfen. Jetzt gilt es, nicht unterzugehen. (Peter Lindhorst in: "entgrenzt". Kunst in der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Bd. 02, Kiel 2014, S. 64)
Die Szene besitzt Raffinesse: Ähnlich, wie der Wassergeist nach oben strebt, schwebt der Fotograf Thies Rätzke mit seiner Kamera zur Wasserfläche hinab. 2005 ist er nach Litauen gereist. Die Bilder, die dort entstehen, beinhalten erzählerische Wucht und eine zuweilen bittere Pointiertheit. Immer wieder geraten ihm wunderliche Situationen vor die Kamera. Wer nur ist dieses fremde Wasserwesen? Tatsächlich handelt es sich um einen ehemaligen Elitesoldaten. Dieser arbeitet jetzt als Schwimmlehrer und bietet seinen Schülern ein Spektakel, bei dem er mit gefesselten Armen und Beinen in den See springt.
Sich über Wasser halten, an die Grenzen gehen - was für den Schwimmer gilt, war für nicht wenige Litauer existentielles Grundgefühl in der vorausgegangenen Enge des Sowjetsozialismus. Als sie die Signale einer politischen Zeitenwende erkennen, fordern sie mutig ihre Freiheit ein. Mit der Auflösung der alten Blöcke entsteht ein Prozess der Entgrenzung, eine Neuordnung vom Sozialismus zur Demokratie, von der Plan- zur Marktwirtschaft. Wo weitgehende strukturelle Veränderungen stattfinden, gehen nicht alle als Gewinner hervor. Rätzke bewegt sich tief in das frisch von der EU aufgenommene Land und führt uns dieses als eines der Ambivalenz vor, zwischen Aufarbeitung und Aufbruch, zwischen Unsicherheits- und Freiheitsempfinden. Ob der großen Herausforderungen fühlen sich viele ins kalte Wasser geworfen. Jetzt gilt es, nicht unterzugehen. (Peter Lindhorst in: "entgrenzt". Kunst in der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Bd. 02, Kiel 2014, S. 64)
Inventarnummer:
st2013-3005
Signatur(en):
unsigniert
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:57:15Z
Objekte der gleichen Person (2):
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