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Eisliebe, Serie "Blickwürdig - Kiel-Gaarden"
Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
http://www.europeana.eu/rights/rr-r/
Objektbezeichnung:
Fotografie
Datierung:
2012 - 2012
Maße:
H: 75 cm, B: 50 cm
Material:
Metall
Technik:
Fotografie
Sachgruppe:
Bildwerke / Angewandte und Bildende Kunst
Person:
Abgebildeter Ort:
Stadt Kiel
Bereitstellende Institution:
Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
Die Fotografin Heidi Krautwald hat sich in ihrer Serie "Blickwürdig" (2012) den unspektakulären Plätzen des ohnehin im Status des Problemviertels dämmernden Kieler Stadtteils Gaarden angenähert.
Dennoch drängt sich das Potenzial einer gesellschaftskritischen Lesart des Fotos nicht vordergründig auf. Vielmehr wird die gegenwärtige Situation des Viertels zwischen sub- und multikultureller Aufgeschlossenheit und anspruchsloser Tristesse festgehalten - aus einem ebenso empathischen wie ironischen Blickwinkel.
Wie ein Poet, der einen Stromkasten besingt und so das vermeintlich Stumpfsinnige zum Strahlen bringt, richtet sich der Blick der Fotografin über eine von Ratio und Gewohnheit gesteuerte Perspektive hinaus, hinter die Alltagsfassade der Erscheinungen, und streift so daran geknüpfte Kontexte ab. Das in urbanen Umgebungen leicht Übersehene, das Alltägliche, aber auch das Abwegige gerät so in ein neues Licht. In der bewusst gewählten Ausschnitthaftigkeit des Fotos sprechen die Dinge der vorgefundenen Realität plötzlich eine andere Sprache. Denn die in diesem Sinn künstlerisch konstruierte Realität zeigt mehr als die Summe der Einzelelemente.
Abseitige Orte, wie die hier eingefangene rückwärtige Ansicht eines Eisladens, gewinnen eine veränderte, vielleicht sogar befremdliche Wirkung: Sie werden "blickwürdig". Einzelne Details und ästhetische Qualitäten des Ortes - wie das intensive flächige Rot und die dynamische Bewegung eines aus den Angeln gerissenen Spielelements - werden ins Bewusstsein gerückt. Von diesem konkreten Realitätsausschnitt ausgehend eröffnen sich generelle Fragen nach der Ästhetik des Trivialen, nach der Wahrnehmung der Strahlkraft und des stillen Wertes des Unscheinbaren. (Nadine Grünewald in: "bewegt". Kunst in der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Bd.01, Kiel 2013, S. 38)
Dennoch drängt sich das Potenzial einer gesellschaftskritischen Lesart des Fotos nicht vordergründig auf. Vielmehr wird die gegenwärtige Situation des Viertels zwischen sub- und multikultureller Aufgeschlossenheit und anspruchsloser Tristesse festgehalten - aus einem ebenso empathischen wie ironischen Blickwinkel.
Wie ein Poet, der einen Stromkasten besingt und so das vermeintlich Stumpfsinnige zum Strahlen bringt, richtet sich der Blick der Fotografin über eine von Ratio und Gewohnheit gesteuerte Perspektive hinaus, hinter die Alltagsfassade der Erscheinungen, und streift so daran geknüpfte Kontexte ab. Das in urbanen Umgebungen leicht Übersehene, das Alltägliche, aber auch das Abwegige gerät so in ein neues Licht. In der bewusst gewählten Ausschnitthaftigkeit des Fotos sprechen die Dinge der vorgefundenen Realität plötzlich eine andere Sprache. Denn die in diesem Sinn künstlerisch konstruierte Realität zeigt mehr als die Summe der Einzelelemente.
Abseitige Orte, wie die hier eingefangene rückwärtige Ansicht eines Eisladens, gewinnen eine veränderte, vielleicht sogar befremdliche Wirkung: Sie werden "blickwürdig". Einzelne Details und ästhetische Qualitäten des Ortes - wie das intensive flächige Rot und die dynamische Bewegung eines aus den Angeln gerissenen Spielelements - werden ins Bewusstsein gerückt. Von diesem konkreten Realitätsausschnitt ausgehend eröffnen sich generelle Fragen nach der Ästhetik des Trivialen, nach der Wahrnehmung der Strahlkraft und des stillen Wertes des Unscheinbaren. (Nadine Grünewald in: "bewegt". Kunst in der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Bd.01, Kiel 2013, S. 38)
Inventarnummer:
st2012-3006
Signatur(en):
unsigniert
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:55:22Z
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