Datierung:
1935 - 1939
Maße:
70 x 50 cm
Technik:
Farbdruck
Sachgruppe:
Marine
Öffentlichkeit und Gemeinwesen
Politische Organisationen / Parteien
Berufsständische Organisationen (außer Zünfte)
Handwerk / Industrie / Handel
Person:
Bereitstellende Institution:
Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum - Stadtmuseum Warleberger Hof
Dieses Plakat richtete sich vorrangig an die Arbeitgeber, d. h. die industriellen Unternehmer und den handwerklichen Mittelstand, die ebenfalls für einen guten Zusammenhalt der Betriebsgemeinschaft Sorge zu tragen hatten. Das Plakat warnt vor einer "Unterwanderung" des Betriebes durch "Miesmacher". Die nationalsozialistische Wirtschafts- und Sozialpolitik hatte die Kontrolle der Gesellschaft zum Ziel. Um in alle Bereiche der Wirtschafts- und Sozialpolitik vordringen zu können, existierten unterhalb der Reichsleitung der "Deutschen Arbeitsfront" (DAF) zehn Ämter für die verschiedenen sozialpolitischen Belange. Das "Amt für Berufserziehung und Betriebsführung" beschwor mit zahlreichen Plakaten den Zusammenhalt der "Betriebsgemeinschaft" und appellierte an das Solidaritätsgefühl der Arbeitnehmer. Das Prinzip der "Volksgemeinschaft", mit dem die Nationalsozialisten alle politischen und sozialen Gegensätze der Weimarer Republik zu überwinden gedachten, wurde hiermit auch auf die Betriebe übertragen. Die betriebliche Gemeinschaft sollte sich durch Hilfsbereitschaft und Offenheit auszeichnen - "Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Plakate warnten vor Klatsch, der das Klima vergiften könnte. Der einzelne Arbeiter sollte ganz in der "Betriebsgemeinschaft" aufgehen. Mit dem "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit" wurden die Betriebe nach dem "Führerprinzip" organisiert. An der Betriebsspitze der "Betriebsgemeinschaft" stand der "Betriebsführer", dem die "Gefolgschaft" Treue und Gehorsam zu leisten hatte.
Inventarnummer:
126/1990
In Portal übernommen am:
2026-01-30T17:56:44Z
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