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Petroleumlampe für Schusterkugel

Industriemuseum Elmshorn CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Petroleumheizung
Datierung:
Ende 19. Jahrhundert
Maße:
Werk: Höhe: 13 cm; Länge: 11 cm
Material:
Eisenblech
Messing
Sachgruppe:
Handwerk
Schuhmacher
Werkstatteinrichtung
Person:
Bereitstellende Institution:
Industriemuseum Elmshorn
Flacher Petroleumbrenner aus Eisenblech aus der Werkstatt eines Knopfmachers oder Gürtlers. Gürtler bearbeiten und verformen Metalle zur Herstellung von Gebrauchs- und Schmuckgegenständen.
An der abgerundeten Seite des Petroleumbehälters ist ein Aufsatz mit Flammregler, an der gegenüber liegenden Schmalseite ein angesetzter, rechtwinkliger Griff, der über dem Brenner endet.

Der Knopf in seiner heutigen Form und Funktion setzte sich in Europa im 13. Jahrhundert durch. Im späten Mittelalter entstand dann aufgrund der erhöhten Nachfrage das Handwerk des Knopfmachers. Knöpfe waren dabei schon früh nicht nur Kleiderverschluss, sondern immer auch ein Schmuckelement. Dementsprechend kostbar waren die Materialien, wie Gold, Silber und Elfenbein, die aufwendig verarbeitet wurden. Die Bevölkerung der unteren Stände trug funktionale Knöpfe aus Knochen, Horn oder Holz. Im Verlauf der Jahrhunderte muss das Knopfmacherhandwerk nicht nur auf sich wandelnde Moden, sondern immer auch auf gesetzliche Bestimmungen und Beschränkungen reagieren. So gab es in England zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert eine kurze Phase in der Stoffknöpfe verboten wurden. Stattdessen wurden Metallknöpfe vorgeschrieben, um die heimische Metallverarbeitung zu fördern.
Mit der beginnenden Industrialisierung im 18. Jahrhundert wurden neue mechanische Fertigungsmethoden entwickelt und die handwerkliche Herstellung von Knöpfen verdrängt. Die Knöpfe wurden nun nicht mehr aus massivem Metall im Guss- oder Pressverfahren hergestellt. Stattdessen wurden die zwar in der Produktion aufwendigeren aber deutlich leichteren Hohlknöpfe (Kalotzknopf) hergestellt. Die maschinelle Fertigung der aus mehreren Teilen zusammengefügten Knöpfe war mit der Zeit immer einfacher und die Hersteller sparten Material- und Transportkosten.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Herrenmode dezenter und die auffälligen Schmuckknöpfe waren nun verpönt. Stattdessen spielten die Schmuckknöpfe nun bei der Damenbekleidung eine größere Rolle.
Inventarnummer:
A-0905
Signatur(en):
unbezeichnet
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:19:16Z

Industriemuseum Elmshorn

Catharinenstraße 1, 25335 Elmshorn

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